
Angefangen hatte alles zwei Jahre zuvor, als die Bankerin durch etliche weiterführende Studiengänge in Sachen Bankwirtschaft dem Stress gelegentlich entfliehen wollte und anfing die Strände ihrer Heimatinsel zu erkunden. Den Strand des Windsurf Mekkas El Yaque hatte sie anfänglich nicht unbedingt auf ihrer Liste, aber nachdem ihr die bekannteren und wesentlich touristischeren Strände der Insel nicht die nötige Ruhe gaben, entschied sie sich nun doch das etwas abgelegenere Fischerdörfchen Playa El Yaque anzusehen. Von der Existenz eines Sports namens Windsurfen wußte sie bis dato nicht wirklich. Umso überwältigter setzte sich die 26jährige zum ersten Mal an den Strand des Freestyle Paradieses und konnte ihre Augen nicht mehr von den übers Wasser jagenden Windsportathleten lassen.


Ab sofort wurde El Yaque und vor allem das Windsurfen zum Stress Killer Nummer eins, ohne es jemals selbst ausprobiert zu haben. Erst die wilden Segelrotationen und Sprünge der El Yaque Locals um Ricardo Campello, Cheo Diaz oder Diony Guadagnino aber vor allem die des Holländers Remko de Weerd, führten dazu das sich Yolanda, so ihr offizieller Name, überwand ein Anfängerboard zu mieten und es auf eigene Faust zu versuchen, ohne jeglichen Erfolg. Also mußte ein Kurs her, welcher bereits nach sehr kurzer Zeit wieder überflüssig wurde. Zu stark war die innere Motivation und die ersten Schritte Richtung erstem Airjibe Versuch erfolgten wie im Zeitraffer. Bereits nach sechs Monaten auf dem Board wurde auf dem Bug rückwärts gerutscht, nach vorheriger 180 Grad Drehung in der Luft samt Segelschiften versteht sich. Die Großkunden Betreuung bei ihrer Bank wurde ab sofort in Rekordzeiten abgewickelt um so schnell wie möglich wieder an den nächsten Moves arbeiten zu können.








